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Profis // Mittwoch, 12.04.2017

"Es ist gut, solche Recken im eigenen Team zu wissen"

Servus Sean, wir erreichen dich gerade in Florida.
Sullivan: Ja, genau. Ich bin für eine Woche hier unten, ab in die Sonne und an den Strand. (lacht)

Steht der Strandurlaub im Vordergrund oder hast du auch Disney World in Orlando auf dem Plan?
Sullivan: In Disney World waren wir, meine Frau und ich, schon mal. Wir sind diesmal tatsächlich nur wegen des schönen Wetters und des Strands gekommen. Die Eltern meiner Frau haben hier ein Häuschen, mein Vater hat in der Nähe auch eins. Wir sind ein wenig zum Abschalten hier, ehe es dann heim nach Boston und zurück zur Arbeit geht.

Wie schaut dein Training im Sommer aus? Wo setzt du heuer die Schwerpunkte an?
Sullivan: Diesen Sommer trainiere ich mit einem großartigem Krafttrainer und einer Gruppe anderer Spieler aus den professionellen nordamerikanischen Ligen. Ich werde Kraftübungen machen, aber auch aufs Eis gehen. Ja, wir haben Eis im Sommer. (lacht) Ziel des Trainings ist es, in 100 prozentiger Form nach Ingolstadt zu kommen.

Warum hast du dich für den ERC entschieden?
Sullivan: Weißt du, ich habe doch schon einige Male gegen den ERC gespielt…

… ja, zum Beispiel im Viertelfinale 2015, als du mit Iserlohn beinahe die Panther rausgeworfen hättest. Du machtest damals sieben Punkte (vier Tore und drei Assists) in dieser 7-Spiele-Serie.
Sullivan: Diese Serie war einfach unglaublich! Soviel Spaß wie in dieser Serie hatte ich schon lange nicht mehr erlebt. Es ging hin und her, beide Teams durften einfach keines ihrer Heimspiele verlieren und es war hochgradig spannendes Eishockey. Der ERC hat sich dann im siebten Spiel fürs Halbfinale qualifiziert. Es wäre traumhaft schön, wenn wir in der nächsten Saison daran anknüpfen könnten.

Jetzt habe ich dich kurz von der Eingangsfrage abgebracht. Also: Warum hast du dich für den ERC entschieden?
Sullivan: Der ERC hatte zwar zuletzt zweimal in den Playoffs keinen Erfolg, aber die Erfolge zuvor sind eine große Nummer und Ingolstadt hat gute Spieler in seinen Reihen. John Laliberte und Thomas Oppenheimer kenne ich beispielsweise schon als Mitspieler. Sie sind hochklassige Spieler. Es ist gut, solche erfahrenen Recken in deinem Team zu wissen. Ich mag aus der Erfahrung heraus, wie Ingolstadt spielt und wie sie taktisch agieren. Wir passen gut zusammen.

Mit Laliberte hast du drei Jahre an der Boston University zusammengespielt.
Sullivan: Richtig. Mit ihm habe ich oft gesprochen. Wie auch in der DEL war er in Boston ein dominanter und kraftstrotzender Spielertyp. Dazu kommt: Neben dem Eis ist er ein noch besserer Kerl. In Deutschland sind wir uns dann nach den Aufeinandertreffen unserer beiden Teams wieder begegnet. Da haben wir über die alten Zeiten geflachst. Es freut mich, dass wir jetzt dann wieder zusammenspielen.

Welche Rolle wirst du beim ERC einnehmen?
Sullivan: Mir eilt der Ruf voraus, ein Offensivverteidiger zu sein. Ich weiß aber auch, anders zu agieren. In der vergangenen Saison in Straubing zum Beispiel hat uns Larry Mitchell (heute Sportdirektor des ERC; die Redaktion) vorgebetet: Defense first – Verteidigung zu erst. Als Verteidiger ist es eben mal die erste Aufgabe, den Puck vom eigenen Tor fernzuhalten. Bei der Defensivarbeit mag ich zum Beispiel auch im Unterzahlspiel Verantwortung zu übernehmen.

Hast du dich schon festgelegt, welche Nummer dein Panther-Trikot tragen wird?
Sullivan: Ehrlich gesagt noch nicht. Ich werde da noch darüber nachdenken.

Danke für das Interview. Viel Spaß noch in Florida und einen guten Auftakt ins Sommertraining.
Sullivan: Danke sehr. Schöne Grüße nach Ingolstadt. Ich freue mich, bald bei euch zu sein!

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