Profis // Dienstag, 12.05.2026
"Ingolstadt war meine erste Priorität"
Als dreifacher Meister, Final-MVP und frisch gebackener WM-Teilnehmer kehrt Jonas Stettmer nach drei Jahren Berlin im Sommer an die Donau zurück. Im Interview spricht der 24-Jährige Torhüter über den Wechsel, die Berliner Gewinnermentalität und seine Nominierung für die Weltmeisterschaft.
Jonas, wie intensiv war die Zeit seit dem gewonnen fünften Finalspiel?
„Es war schon alles unglaublich danach. Ich hatte viele Interviews zu führen, deswegen haben die anderen Jungs noch mehr und intensiver gefeiert als ich. (lacht) Die Woche nach dem Gewinn der Meisterschaft war schon viel los. Wir hatten mehrere Termine mit den Eisbären, ich war im ZDF-Mittagsmagazin und bei der Icon League waren wir auch eingeladen. Von den Berlin Underdogs, dem Team von Ski Aggu und Fabian Reese.“
In drei Jahren Berlin warst du dreimal Meister, hast die diesjährigen Playoffs mehr oder weniger durchgespielt und bist Final-MVP geworden. Würdest du daher sagen, dass die diesjährige Meisterschaft für dich persönlich der schönste Titelgewinn ist?
„Auf jeden Fall. Alle drei Meisterschaften waren besonders und hatten unterschiedliche Geschichten, aber dieser Titel ist für mich persönlich schon einer der schönsten Momente.“
Alles in allem hätte deine Zeit in Berlin kaum erfolgreicher sein können. War die Luftveränderung nach acht Jahren Ingolstadt damals also genau das Richtige?
„Im Nachhinein kann man das so sagen. Erfolgreicher und besser hätte es für mich kaum laufen können. Ich konnte mich zu Beginn in Weißwasser und dann auch im DEL-Team wunderbar entwickeln und mehr Verantwortung übernehmen.“
Bei den Eisbären hat sich über die Jahre eine große Gewinnermentalität entwickelt. Wie drückt sich das aus und kann man dieses Mindset auch zu einem anderen Club mitnehmen?
„Meiner Meinung nach kann man diese Mentalität schon weitergeben. Auch wenn es nicht ganz einfach ist, es zu beschreiben. Man hat einfach eine Selbstverständlichkeit entwickelt, immer gewinnen zu wollen und Rückschläge nicht an sich ranzulassen. Die Erfahrung, die in diesem Team steckt, hilft unglaublich dabei immer ruhig zu bleiben. Das war schon beeindruckend. Und auch gleichzeitig mit dem Druck umzugehen, dass alles andere als Meister zu werden nicht gut genug ist. Damit muss man erst mal lernen umzugehen.“
Mit den Finalspielen 2023 beim ERC hast du damals deine DEL-Karriere so richtig gestartet, jetzt kommst du als Final-MVP zurück. Damit schließt sich da in gewisser Weise auch ein Kreis, oder?
„Ich hätte mir damals nie erträumt mal ein Finale mit Ingolstadt zu spielen. Genauso wenig wie ich mir erträumt hätte jemals Final-MVP zu werden. Ich bin für alles sehr dankbar und alles in allem ist das schon eine sehr schöne Geschichte.“
Wie blickst du jetzt deinem Wechsel zurück nach Ingolstadt entgegen?
„Es fühlt sich für mich wie nach Hause kommen an. Auch als wir mit Berlin in Ingolstadt gespielt haben, hat es sich nie fremd angefühlt. Nach der langen Zeit im Nachwuchs und den drei Jahren bei den Profis kenne ich immer noch viele Leute im und rund um den Club. Und auch die Stadt hat sich nicht verändert, deswegen ist es wirklich das Gefühl von nach Hause kommen.“
Tim hat dir damals beim Exit-Meeting gesagt, dass er dich irgendwann gerne wieder bei uns im Team haben würde. War das für dich auch immer eine Option, die du im Kopf hattest?
„Absolut. Ab dem Zeitpunkt, zu dem ich mich für einen Abschied aus Berlin entschlossen hatte, habe ich eigentlich nur mit Tim gesprochen. Es gab zwar auch andere Optionen, aber Ingolstadt war meine erste Priorität.“
Gestern bist du mit der Nationalmannschaft nach Zürich gereist. Wie groß ist die Vorfreude auf die WM und was hast du dir als Rookie im DEB-Team vorgenommen?
„Ich habe noch nie für die Nationalmannschaft gespielt, auch im Nachwuchs nicht. Deswegen ist es für mich etwas ganz Besonderes und Neues. Zweimal war ich zwar schon bei einem Lehrgang dabei. Einmal mit einem U24-Team und in der Vorbereitung auf Olympia im Februar. Es jetzt aber wirklich in den Kader geschafft zu haben und das Nationaltrikot tragen zu dürfen, erfüllt einen schon mit Stolz.“
Bei der WM wirst du auch mit Goaliecoach Ilpo Kauhanen zusammenarbeiten. Du hast ihn ja im Februar bei der Olympia-Vorbereitung schon kennengelernt. Wie hast du ihn damals erlebt?
„Unser erstes Kennenlernen war im Februar, aber wir hatten auch davor schon miteinander telefoniert. Er hat sich sehr um mich bemüht und ich kann viel Positives über ihn sagen. Menschlich ist er ein sehr netter Typ und fachlich extrem kompetent.
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