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Profis // Freitag, 22.05.2026

"Lernt das Eishockey mehr zu schätzen"

Im Interview mit unserem Neuzugang Nathan Burns haben wir unter anderem über seine ersten Eindrücke von Ingolstadt, seiner Eishockey-Pause und seinen deutschen Wurzeln gesprochen.

Nathan, wie sehen bei dir aktuell die Tage aus in der Sommerpause?

„Ich verbringe den Sommer noch in Frankfurt. Ein typischer Tag sieht für mich aktuell in etwas so aus, dass ich nach dem aufwachen mit unserem Hund spazieren gehe und anschließend ins Gym gehe. Da bin ich eigentlich täglich von Montag bis Freitag. Aber auch abgesehen davon mag ich es, aktiv zu sein. Ich fahre gerne Rennrad mit einigen früheren Teamkollegen und Freunden. Und ich spiele gerne Padel. Das habe ich vor einigen Jahren für mich entdeckt, auch wenn es in Kanada nicht viele Courts gibt. Und wie jeder Eishockeyspieler bediene ich das Klischee, dass ich gerne Golf spiele.“ (lacht)

Du hast Ingolstadt vor gut zwei Wochen schonmal besucht und hast eine erste Nacht in deiner Wohnung verbracht. Wie war dein erster Eindruck?

„Es war sehr schön. Vom ersten Moment an als ich aus dem Zug ausstieg. Von der Abholung durch Tanja, die Leute im Büro. Alle waren sehr freundlich und es hat auf mich gewirkt wie eine sehr enge, familiäre Gruppe. Ich freue mich sehr darauf, Teil der Panther-Familie zu werden und alle noch besser kennenzulernen. Außerdem habe ich die Chance genutzt, um ein bisschen in der Stadt rumzulaufen. Es scheint eine nette, kleine Stadt zu sein. Ich wollte schon immer in Bayern leben. Meine Verlobte und ich freuen uns darauf.“

Du kennst Ingolstadt als Gegner. Wie hast du die Duelle erlebt? Was ist aus deiner Sicht auf dem Eis unser Markenzeichen gewesen?

„Ingolstadt war immer ein sehr schnelles und offensivstarkes Team. Jedes Match gegen den ERC waren wir gut damit beschäftigt, mitzuhalten. Es war schwer im Spiel die Kontrolle zu übernehmen. Insbesondere In der SATURN-Arena, wenn auch noch die Fans mit ihrem großen Support hinter dem Team standen. Ingolstadt hatte in den vergangenen Jahren viel Erfolg damit und für mich ist das sehr aufregend, in einen Club zu kommen, der oben mitspielt.“

Was hast du dir für deine Zeit in Ingolstadt vorgenommen? Was möchtest du mit einbringen?

„Ich sehe mich selbst als Allrounder, der in allen Zonen seinen Job erledigt. Das habe ich schon als Kind von meinen Trainern gelernt und habe das bis ins Profi-Eishockey mitgenommen. Mir wurde schon öfter gesagt, dass ich sowas wie ein Schweizer Taschenmesser bin. Ich kann mich in die Offensive einschalten und meinen Beitrag leisten, ich kann verteidigen und die gegnerische Sturmreihe ausschalten. Besonders wichtig ist mir, dass ich in der Plus-Minus-Bilanz im positiven Bereich bin. Grundsätzlich würde ich aber sagen, dass ich die Rolle erfülle, die die Coaches mir geben.“

Wenn wir auf deine Karriere zurückblicken: Du hast in der Juniorenliga gespielt, dann ein Jahr in der ECHL bevor du zwischen 2015 und 2017 zwei Jahre gar nicht gespielt hast. Wie kam es dazu?

„Manchmal gibt es Dinge im Leben, die wichtiger sind als Eishockey. Damals sind ein paar Dinge passiert, die es nötig gemacht haben, dass ich mit dem Eishockey aufhöre, um bei meiner Familie zu sein. Während dieser Zeit habe ich in Edmonton die Fassaden an Industriegebäuden montiert. Es war ein harter Job. Man steht früh auf, arbeitet mit seinen Händen, wird dreckig. Besonders im Winter war das Arbeiten draußen hart. Wenn man zwei Jahre nicht spielt, lernt man das Eishockey noch mehr zu schätzen. Man kennt die anderen Seiten des Lebens und erkennt, wie privilegiert wir sind, das Spiel zu spielen, das man liebt. Deswegen komme ich jeden Tag mit einem Lächeln ins Stadion.“

Wie kam es dann dazu, dass du 2017 nach Deutschland kamst?

„Meine Familie und ich hatten den deutschen Pass beantragt, als ich 20 Jahre alt war und in der Juniporenliga WHL gespielt habe. Wir haben das alles selbstständig gemacht, ohne Hilfe eines Anwalts. Wir haben ewig keine Antwort erhalten und eines Tages waren die Pässe im Briefkasten. Einer meiner Freunde mit dem ich im Sommer trainiere hat dann gefragt, ob ich mir vorstellen kann nach Deutschland zu gehen und wieder Eishockey zu spielen. Er kannte den Coach in Halle, wo ich dann letztlich gelandet bin. Ich hatte es vermisst zu spielen und zugesagt. Von dort habe ich mich dann quasi in die DEL hochgearbeitet. Wenn man zurückblickt, war schon schon eine wilde Reise und eine verrückte Geschichte.“

Du hast deine deutschen Wurzeln schon angesprochen. Was weißt du darüber?

„Meine Oma und mein Opa mütterlicherseits sind nach Edmonton ausgewandert. Sie haben in Lohne gelebt. Das ist ein kleiner Ort in Norddeutschland. Gar nicht so weit weg vom Heimatort meiner Verlobten. Als sie erfahren haben, dass ihre Enkel nach Deutschland gehen, um Eishockey zu spielen, waren sie sehr aufgeregt. Mein Bruder spielt ja mittlerweile auch hier. Er ist seit zwei Jahren in Rostock aktiv. So wie sich unser Leben hier entwickelt hat, weiß ich nicht, ob wir überhaupt jemals wieder in Edmonton leben werden.“

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