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Profis, Tickets, Merchandise, Fans // Samstag, 13.05.2017

Die Ergebnisse unserer Umfrage

Im Februar und März und damit kurz vor Ende der abgelaufenen Saison hat der ERC in der Saturn Arena seine jährliche Fanumfrage durchgeführt. Im Rahmen einer Fanprojektsitzung hat Marketingdirektor Claudius Rehbein den Vertretern der Fanclubs die Ergebnisse vorgestellt. Wir haben mit ihm über die Präsentation gesprochen.

Hat die Umfrage die gewünschten Erkenntnisse gebracht?

Zunächst einmal möchte ich danke an alle Fans sagen, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit und hilft uns sehr, uns jedes Jahr weiter zu entwickeln. Seit 2014 haben wir diese Befragung nun jährlich im Frühjahr durchgeführt. Unsere Formulare liegen im Stadion aus und als Download bereit, so dass sich die Fans bei der Beantwortung über mehrere Wochen Zeit lassen können. Vor allem dank der offenen Fragen und Kommentarfelder bringt uns das sehr gute Einblicke in die Wünsche und Anregungen unserer Anhänger. Uns ist klar, dass die Umfrage nicht wirklich repräsentativ ist, weil tendenziell mehr Dauerkarteninhaber mitmachen als prozentual im Stadion sind, die Fankurve oder auch die Stehplätze überproportional vertreten sind und wir keinen Schlüssel anwenden, um dies auszugleichen, sondern jede Antwort gleich werten. Es geht uns allerdings auch nicht um den einen Prozentpunkt hin oder her, sondern um ein allgemeines Stimmungsbild. Dafür ist die Teilnehmerzahl mit etwa 300 abgegebenen und ausgewerteten Umfragezetteln sehr gut geeignet.

Wer hat denn an der Umfrage genau teilgenommen?

Um es kurz zu machen: Etwas mehr Männer als Frauen, etwas mehr Fans ohne Fanclubzugehörigkeit als mit, homogen über alle Altersklassen verteilt und zu 86% Dauerkarteninhaber. Die meisten Antworten haben wir aus den Blöcken F, E und G bekommen, 45% kommen aus Ingolstadt, fast alle Teilnehmer aus der Region 10.

Und was kann man aus der eigenen Umfrage nun herauslesen?

Zum Beispiel, dass Thomas Greilinger der beliebteste Panther ist (lacht). Aber im Ernst: die zentralen Fragen betreffen immer die aktuelle Situation, das Stimmungsbild also. Deshalb haben wir die Ergebnisse auch nicht in konkreten Zahlen oder Prozenten dargestellt, sondern in einer ‚Ampelsystematik‘. Je dunkler das grün, desto besser und je dunkler das rot, desto schlechter. Gelb bildet natürlich die Mitte.
Was sich herauslesen lässt, ist, dass die Resultate stets stark geprägt sind von der aktuellen sportlichen Situation. Würde man die Umfrage etwas früher in der Saison machen, wenn noch nicht entschieden ist, ob man in die Playoffs kommt oder hinter den Erwartungen zurückbleiben wird, wären die Ergebnisse wahrscheinlich etwas neutraler. Aber der Vergleichbarkeit halber bleiben wir bei unserem Rhythmus.
Ich möchte in diesem Zusammenhang kurz auf die Umfrage von TÜV und Eishockeynews eingehen, die ebenfalls zum Ende der Saison durchgeführt wurde und derzeit veröffentlicht wird. Erst einmal finde ich gut, dass es sie gibt, denn sie bietet in den relevantesten Fragen einen wenigstens groben Vergleich zwischen den DEL-Clubs, an dem man sich orientieren kann. Dass wir hier schlecht abgeschnitten haben, wurmt uns natürlich. Keiner möchte gern Letzter sein, vor allem im Sport nicht. Allerdings sollten wir die Zahlen auch nicht überbewerten. Der späte Zeitunkt, vor allem aber die geringe Fallzahl von unter 200 Befragten pro Standort halte ich zumindest für fragwürdig, wenn danach Zehntelnoten ausgewiesen werden, die ein sehr valides und genaues Ergebnis suggerieren. Nichts desto trotz müssen wir uns damit beschäftigen und unsere Erkenntnisse daraus ziehen.
Für wichtiger und aussagekräftiger halten wir aber unsere eigene Umfrage: Dass bei uns die sportliche Leitung und unter diesem Eindruck auch die Geschäftsführung sowie die Mannschaft nicht gut wegkommen, ist verständlich. Dass Preise für Essen und Getränke, Tickets oder Fanartikel tendenziell eher dann als zu hoch angesehen werden, wenn es auch sportlich nicht läuft, ist ebenfalls nicht verwunderlich. Schließlich erwartet man für sein Geld auch von der Mannschaft eine ordentliche Leistung. Daher darf man nicht jedes einzelne Kreuzchen auf die Goldwaage legen und sofort Handlungsbedarf sehen. Aber wir erkennen natürlich Tendenzen und Entwicklungen, gerade auch im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Und wir nehmen die Umfrage, speziell in Verbindung mit den vielen ehrlichen und konstruktiven Antworten aus den offenen Fragen, sehr ernst. So hat sich beispielsweise die Abwicklung im Ticketing sehr positiv entwickelt, die Musikauswahl verbessert und auch die Sicherheit in der Arena wird als extrem hoch eingeschätzt. Den besten Wert erhält fast schon traditionell unser Stadionsprecher Hannes Langer. Wir sehen aber auch, woran wir noch arbeiten müssen: an der Ausstattung in der Arena beispielsweise, an Auswahl und Preisgestaltung im Merchandising und im gastronomischen Bereich, den wir im vergangenen Jahr ja personell umstrukturiert haben. Hier hat uns die Umfrage sehr geholfen, eigene Einschätzungen zu bestätigen und aufzuzeigen, wo wir zuerst angreifen müssen.

Nach was wurde noch gefragt?

Zum Beispiel nach den Veranstaltungen und Mottospieltagen. Hier kamen der Familientag und vor allem der Retrotag sehr gut an bei den Fans, die Student Night hingegen werden wir vorerst sein lassen. Die Saisoneröffnung, die Saisonabschlussfeier, die Fanstammtische und auch das Pantherdinner wurden in großen Teilen gelobt. Hier gilt es nun, auf die vielen Anregungen und Ideen zu achten, die uns die Fans mitgeteilt haben, um die Veranstaltungen noch besser zu machen. Einiges haben wir bereits in die Planung für die neue Saison übernommen.
Auch unser erster VinschgauCup in Südtirol hat ein gutes Feedback bekommen. Die Antworten weisen aber auch darauf hin, dass wir noch Luft nach oben haben. Für uns ein wichtiger Gradmesser, gleich bei der zweiten Auflage nachzujustieren. So wurden beispielsweise die familiäre Atmosphäre in der Halle sowie das Freizeitangebot gelobt, an den Fanartikeln und dem Fantreffen mit den Spielern müssen wir hingegen noch arbeiten.

Die meisten Antworten kamen ja ohnehin von Dauerkarteninhabern. Aber wie haben sie die Leistungen „ihres Saisontickets“ bewertet?

Das Echo war überwiegend positiv. Es sind wie bei so vielen Punkten die Details, an denen wir angreifen müssen. So werden wir die persönliche Dauerkartenübergabe beispielsweise wieder mit einem exklusiven Showtraining unserer DEL-Mannschaft verbinden. Am Besten kamen natürlich die kostenlosen Vorbereitungsspiele und der frühere Einlass an, aber auch der Bestellprozess hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Schlechter hingegen kamen das Goldkartenessen und das Gutscheinheft weg, hier sehen wir Handlungsbedarf. Sehr positiv stimmt uns, dass mindestens 84% der befragten Dauerkarteninhaber trotz der beiden durchwachsenen Spielzeiten auch im kommenden Jahr eine Dauerkarte kaufen werden und wir zahlreiche neue Dauerkarteninhaber begrüßen dürfen – hier bestätigen die bisher eingegangenen Dauerkartenanträge bereits die Umfrage. Vielen Dank für diesen Treuebeweis, das wissen wir sehr zu schätzen und schafft uns Sicherheit bei der Budgetplanung.

Ein abschließendes Fazit zur Fanumfrage 2017:

Die Arbeit, die Umfrage zu erstellen, vor allem aber, sie auszuwerten, hat sich auch heuer gelohnt. Mein Dank gilt allen Beteiligten. Wir konnten wieder wichtige Erkenntnisse gewinnen und auch in Relation zu den letzten Jahren setzen. Diese Bewertungen erleichtern uns, an den richtigen Stellschrauben zu drehen und Dinge im Sinne der Mehrzahl unserer Fans zu verändern. Nicht alle Anpassungen wird man sofort sehen, nicht immer sind alle Wünsche umsetzbar, aber einige konkrete Maßnahmen werden sich bereits zur neuen Saison bemerkbar machen und hoffentlich dann in der kommenden Umfrage positiv bewertet.

Wir freuen uns auch unterjährig über Wünsche, Anregungen und sachliche Kritik. Am Besten per Mail an

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